Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.

MAX FRISCH

REISEBERICHT

Spannend und entspannend zugleich. Informativ und sehr berührend. Sei es menschlich oder von der Schönheit der Natur.

 

REISEBERICHT von Lilli, Juli 2016

Ich bin normalerweise nicht in Reisegruppen unterwegs…

Reisebericht Walking Safari Juli 2016

Für mich war diese Reise durch und durch großartig! Ich bin normalerweise nicht in Reisegruppen unterwegs, sondern liebe es neue Orte auf eigene Faust zu erkunden. Jedoch geht es da nicht immer so einfach oder entspannt zu. Zum Beispiel wenn einem eine Kultur völlig neu ist und man Sitten und Gewohnheiten eines Landes nicht gut kennt. Womit ich nicht gerechnet habe ist, dass ich eine organisierte Gruppenreise mehr genießen würde als eine Individualreise! Ich bin begeistert vom Programm dieser Walkingsafari und von allen Beteiligten. Diese Reise war eine Bereicherung auf so vielen Ebenen. Spannend und entspannend zugleich. Informativ und sehr berührend. Sei es menschlich oder von der Schönheit der Natur. Außerdem finde ich das Programm sehr gelungen und „rund“.

Als begeisterte zu Fuß Geherin bin ich dem zweiten  Teil der Reise, der Jeep-Safari, zunächst mit Vorbehalten gegenübergestanden. Aus bisheriger Erfahrung ist mir alles zu-Fuß-Erkundete in eindrücklicherer und besserer Erinnerung geblieben. Jetzt muss ich aber sagen, dass die Kombination aus beiden Teilen – Gehen und Jeep – durchaus gut ist. Das Touristische und Zivilisierte der Nationalpark-Besichtigungen konnte ich ganz gut wegblenden. Geholfen hat sicherlich, dass wir zuvor zu Fuß unterwegs waren und damit vielen Menschen, Tieren, Naturschönheiten und nicht zuletzt auch uns als Gruppe, zuerst auf eine Weise begegnet sind, die das Knüpfen von Beziehungen auf tiefere Weise ermöglicht. Außerdem hat Emmanuel ein feines Gespür und hat uns auf verhältnismäßig sanfte Weise „durch dieses sightseeing gebracht“. Ohne die Jeeps hätten wir auch nicht die vielen Begegnungen haben können, wie jene mit Emmanuels Familie, Dr. Joseph Nsimba von der Krankenstation und den Schulkindern in Arash oder dem tollen Projekt von Anna. Diese Begegnungen sind es, die mir wichtig erscheinen. Das Gehen war einfach schön…

Tipps zur Ausrüstung:

  • Schuhe: Als Wanderschuhe waren die Sommertramper ideal. In synthetischen Trekkingschuhen hätte ich zu sehr geschwitzt. Emmanuel, dem im Vergleich zu uns immer recht kühl war, hat die Jagagetragen. Die sind zwar praktischer, weil höher und dadurch kommt weniger Sand in die Schuhe. Aber mir wären sie zu warm gewesen. Lange, leichte Stoffhose, die über die Schuhe geht, ist aber sowieso angenehm.
  • Kleidung für „Es ist warm“: Tuchartiges finde ich ideal. Leichte Stoffhosen, leichte Hemden oder ein dünnes Leiberl und ein großes Tuch über den Schultern.
       
  • Kopfbedeckung: Der Strohhut hat sich sehr bewährt! (Bandl nicht vergessen, da der Wind manchmal überraschend sein kann.)
        
  • Kleidung für „Es ist kalt“: Bitte nicht unterschätzen! Es geht doch einmal auf 2400m hinauf und überraschender Weise war es auch in Arusha etwas kühl. Ich habe meine zwei Wollpullis, die Softshelljacke, die leichte Haube und den etwas dickeren Schlafsack sehr gut brauchen können! Der Schlafsack ist außerdem praktisch zum Einhüllen in der Früh im Jeep an dem Tag, wo es schon vor Sonnenaufgang in den Ngorongoro Krater geht.
       
  • Bezüglich der Dinge, die man von Österreich für die Menschen in Afrika mitnimmt: Schulhefte, Stifte, auch Süßes könnten einfach vor Ort gekauft werden. Vor der Fahrt nach Ketumbeine gibt es die Möglichkeit in einem Supermarkt in Arusha einzukaufen. Dadurch bleibt Platz im Rucksack für Dinge, die wie hier in Österreich besser zur Verfügung haben. Dr. Joseph Nsimba von der Krankenstation in Arash bräuchte vor allem Antibiotika, Einwegspritzen, Verbandszeug und Einweghandschuhe.