Nach Friedensschluss sollte man die Kriegsliteraten einfangen und von den Invaliden auspeitschen lassen.

KARL KRAUS nach dem Ersten Weltkrieg

REISEBERICHT

Egal ob während der Walking-Tage oder in der Stadt, immer tragen sie stolz und voller Selbstverständlichkeit ihre Massai-Tracht. Sie sind stolz darauf Massai zu sein!

 

REISEBERICHT von Andrea, September 2015

Ein Kindheitstraum erfüllt sich – gut Ding braucht eben Weile!

Reisebericht Walking Safari September 2015

Im Herbst 2014 lese ich das erste Mal über die Walking-Safari und weiß sofort: Das ist es!!
Ein bereits gebuchter Segeltörn macht mir noch einen Strich durch meine Rechnung. So verschiebt sich meine Traumerfüllung noch ein wenig. Doch schließlich entschließen sich auch meine beiden Töchter noch die Safari mitzumachen – und das macht alles wieder wett. 3 Mädels on Tour!

Meine Jüngste bekommt sogar von der Schule Urlaub – „das könnte man doch als Bildungsreise bezeichnen“ meint der Schuldirektor und damit hat er vollkommen Recht. Denn was wir alles erleben und kennenlernen, die Liebe mit der uns Emmanuel (unser Massai-Guide) sein Land und sein Volk näherbringt – das ist wahre Herzensbildung! Von seinem Wissen ganz zu schweigen. Denn auf alle unsere Fragen weiß Emmanuel eine Antwort!
Emmanuel und Mejure (unser 2.Massai-Guide) begleiten uns auf der ganzen Tour in ihrer Massai-Kleidung. Egal ob während der Walking-Tage oder in der Stadt, immer tragen sie stolz und voller Selbstverständlichkeit ihre Massai-Tracht. Sie sind stolz darauf Massai zu sein!
Nur ein einziges Mal, als unser Jeep repariert werden muss, wechselt Mejure zu westlicher Kleidung – und wir erkennen ihn nicht wieder. Hinter vorgehaltener Hand fragen wir uns gegenseitig, wer denn das jetzt ist. Wir müssen tatsächlich 2 Mal hinschauen, damit wir unseren Begleiter wieder erkennen :-)

Jeden Tag hat Emmanuel eine neue Überraschung parat. Sei es eine Flasche Fanta, die er mitten im Nirgendwo für meine jüngere Tochter herzaubert, Pfeil und Bogen zum Schießen in der Weite der Savanne (natürlich schießen wir NICHT auf Tiere!) oder sogar ein Zertifikat für unsere Walking-Leistung – und vieles mehr!

An den Jeep-Tagen besuchen wir 2 Mal einen Nationalpark – wirklich beeindruckend. Trotzdem stellen wir einhellig fest, dass es der Walking-Teil ausmacht, der den besonderen Eindruck bei uns hinterlässt. Wir können uns nicht vorstellen, eine herkömmliche Afrika-Safari zu machen, bei der man nur mit dem Jeep tourt. Das Walken verbindet mit der Natur, mit der Landschaft, mit dem Land und mit dem Volk und ihrem Leben.
Wir erkennen, wie wenig man eigentlich braucht zum Leben und zum Glücklich- und Zufriedensein. Glück und Zufriedenheit entspringt aus uns selbst und nicht aus dem Wohlstand. Wohlstand (oder zumindest ein gewisser Standard) macht wohl vieles einfacher – doch Glück und Zufriedenheit garantiert er nicht – das kann jeder nur für sich selbst verändern!
Das haben wir 3 Mädels auf unserer Reise wieder einmal eindrucksvoll erkannt.

Der routinierte Ablauf, das tolle und ausgesprochen hilfsbereite Team, das hervorragende Essen (wir essen nur vegetarisch), die völlig unerwartet stetig wechselnde Landschaft, die vielen Tiere hautnah erlebt – das ist alles in den anderen Reiseberichten schon wunderbar beschrieben. Daher schreibe ich nicht noch einmal darüber – ich kann es nur bestätigen!!
Und ich kann es jedem nur ans Herz legen, der Afrika kennen lernen möchte, dies mit einer Walking-Safari zu erleben.

ASANTE (Danke)
Andrea